Qualität in Bewegung

Shownotes

Die Highlights der aktuellen Folge im Schnelldurchlauf:

Thema: KI-Validierung & Autonomes Fahren

Informationen zum Forschungsfahrzeug EDGAR der TU München

Branchen-News

VUP wird zu VDLAB

Mehr zur Fusion von Modell Aachen und Orgavision zu Ariadne

Leadership & Richtlinien

DIN SPEC 91424 als praxisnahes Werkzeug

Messtechnik

Mehr über die LEA-Technologie und den LEAbot von Xarion Laser Acoustics

Event-Tipp

Praxisforum für Umweltbeauftragte (29. & 30. September in Dortmund)

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Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:09: Wie sieht für Sie eigentlich klassische Qualitätssicherung aus?

00:00:13: Vielleicht denkt man ja noch an das Messen von Toleranzen, das Prüfen von Spaltmaßen und die finale Freigabe eines statischen Bauteils.

00:00:21: Die Realität ist aber schon eine ganz andere denn der Gegenstand von Qualitäzsicherung und Qualitätenmanagement ist massiv in Bewegung geraten.

00:00:30: Heute arbeitet die Entwicklung Agil, Software definiert zunehmend das gesamte Produkt und das Verhalten von KI-Systemen hängt vom Kontext ab in dem sie gerade operieren.

00:00:39: Da stellt sich die entscheidende Frage – wie validieren wir eigentlich Systeme, die sich durch Update neue Datenströme und wechselnde Einsatzbedingungen permanent verändern?

00:00:49: Ein gutes Beispiel haben wir vergangener Woche in Berlin gesehen!

00:00:53: Dort absolvierte das Forschungsfahrzeug EDGA der TU München, die bundesweit ersten Prüfungsfahrten unter autonomem Level IV Bedingungen mitten im realen Straßenverkehr.

00:01:03: Sprich vollautomatisiertes Fahren ohne Fahrer in einem vordefinierten Bereich.

00:01:09: Drei TÜV-Prüferteams haben die Fahrten live begleitet um eine völlig neue Prüfmethodik auf Herz und Nieren zu testen.

00:01:16: Wir erleben hier einen echten Paradigmenwechsel, der sowohl unsere QS-Prüfer fahren als auch unsere QM-Prozesslandschaften fundamental herausfordert.

00:01:24: Wir prüfen künftig nicht mehr nur die Konformität mit einer starren Norm.

00:01:28: Wir Prüfen die Anpassungsfähigkeit eines Systems an eine sich ständig verändernde Umwelt.

00:01:32: Der Berliner Testlauf hat uns deutlich gezeigt was notwendig ist um autonome und KI basierte Systeme sicher in den Markt zu bringen.

00:01:40: Das Qualitätswesen braucht dafür dringend drei neue Säulen.

00:01:43: Die erste Säule bildet das Prinzip der kontinuierlichen Zertifizierung oder Continuous Compliance.

00:01:49: Ein KI-System altert nicht wie ein mechanisches Bauteil, aber es verändert sich durch Software Updates neue Datenstände und Rekalibrierungen.

00:01:57: Die vom TÜV geforderte digitale Fahrzeugakte bildet hier ein lückenloses digitales Lebenszyklusmanagement ab.

00:02:04: Jedes einzelne Update muss im laufenden Betrieb voll auditierbar sein!

00:02:08: Außerdem wird ein offener Datenzugriff immer wichtiger.

00:02:11: Ein dynamisches Qualitätsmanagement braucht zwingend Zugriff auf Rohdaten, wenn Prüfstellen und interne QM-Auditoren keinen standardisierten Zugriffs auf sicherheitsrelevante Systemdaten erhalten.

00:02:21: Bleibt jede Qualitätenprüfung am Ende nur ein spekulativer Blick von außen auf eine Blackbox.

00:02:27: Wir müssen Datenhoheit und den Schutz von geistigem Eigentum mit dem berechtigten Interesse an Sicherheit und Transparenz in Einklang bringen.

00:02:33: Ein harmonisierter KI Rechtsrahmen bildet die dritte Säule.

00:02:37: Wir brauchen europaweit messbare, objektive Bewertungskriterien für Systeme und Algorithmen um das Vertrauen in KI-gestützte Prozesse überhaupt erst rechtfertigen zu können.

00:02:46: Die EU-KI-Verordnung und die ISO forty-fünfzigtausend eins geben uns hier bereits die klare Richtung vor.

00:02:52: Kurz gesagt Qualitätsmanager werden zu Architekten einer völlig neuen Prüflogik.

00:02:57: Sie müssen Qualitäten nicht mehr nur einmalig von der Marktenführung absichern sondern über Daten, Updates und reale Nutzungen hinweg dauerhaft steuer behalten.

00:03:05: Und damit ein herzliches Willkommen zur Faktorkuh.

00:03:08: Schön, dass Sie heute wieder dabei sind!

00:03:09: Wir legen direkt los und zwar wie gewohnt mit unserem kompakten Nachrichten-Überblick.

00:03:18: Meldung eins führt uns in die Deutsche Prüflaborlandschaft.

00:03:22: Dort gibt es eine wichtige Namensänderung.

00:03:24: Aus dem VOP, dem Verband Unabhängiger Prüflaboratorien wird künftig VD Lab der Verband Deutscher Labor Unternehmen.

00:03:32: Mit dem neuen Namen passt der Verband seine Identität an die modernen, unternehmerischen und digitalisierten Herausforderungen der Laborbranche an.

00:03:39: Meldung zwei betrifft den QM-Softwaremarkt – auch hier tut sich einiges!

00:03:43: Die beiden bekannten Branchengrößen Modell Aachen und OrgaVision schließen sich zusammen.

00:03:48: Aus den beiden Spezialisten für interaktive Managementsysteme und SocialQM wird er neues Unternehmen, das künftig unter dem Namen Ariatne auftreten wird.

00:03:56: Die bisherigen Geschäftsführer Karsten Behrens und Vincent Fischer von Modell Aachen, Johannes Weuton von Orga Vision bilden das Dreiköpfige Führungsteam der Neugründungen.

00:04:04: Und nun kommen wir zu den tieferen strategischen Fragen der Führungs-Ebene.

00:04:15: Unser Thema heute – wie bemessen wir Ressourcen für betriebliche Beauftragte?

00:04:20: Realistisch auch recht sicher!

00:04:22: Egal ob Umwelto- oder Arbeitsschutz, gesetzliche Vorgaben und Normen wie ISO XIVI und ISOXIVI bringen den Alltag.

00:04:29: Beauftragte und interne Auditoren schützen die Führungsebene vor enormen Haftungsrisiken.

00:04:34: Fehlen zeitliche Kapazitäten droht der Vorwurf des Organisationsverschuldens etwa nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz mit Zivil-, oder auch im schlimmsten Fall strafrechtlichen Folgen.

00:04:43: Als optimales Werkzeug hat sich hier die Deanspec nine-uns, vier-zwo-vier etabliert.

00:04:48: Sie bildet ein systematisches Verfahren um den Zeitbedarf von Beauftragten über verschiedene Faktoren wie Wegezeiten, Überwachungspflichten und Fortbildungen nachvollziehbar zu ermitteln.

00:04:58: Das diese Systematik funktioniert hat eine Untersuchung bei Bayern bestätigt Und genau hier wird es für sie spannend.

00:05:04: Weil sich die Welt durch neue ESG Berichtspflichten und Digitalisierung rasant weiterentwickelt hat steht jetzt die große Revision an.

00:05:10: Ab Mitte dieses Jahres startet ein temporäres Konsortium unter der Leitung des Dien, um die Berechnungen fit für die Zukunft und für noch mehr beauftragten Rollen zu machen.

00:05:18: Wenn Sie aktiv mitgestalten wollen können Sie sich jetzt anmelden!

00:05:21: Den Link zu diesem und allen weiteren Themen finden Sie übrigens in den Shownotes.

00:05:31: Wir blicken heute auf eine technologische Lösung für eine altbekannte Automatisierungslücke in der Ultraschallprüfung.

00:05:37: Bisher war Ultrischall Prüfung oft langsamer Handarbeit, doch das Wiener Unternehmen Xareon Laser Acoustics schließt ihr mit seiner laser excited Acoustic Technologie oder kurz Lea eine entscheidende Lücke.

00:05:49: Das Besondere – Lea arbeitet völlig trocken und berührungsfrei!

00:05:53: Ein Laser regt den Ultrishall im Bauteil an und ein optisches Mikrofon empfängt das Signal Kein Koppelgel, kein Wasser.

00:06:00: Das macht die Systemintegration extrem einfach!

00:06:02: Airbus nutzt Lea bereits zur automatisierten Inspektion von Hubschrauber-Heckeauslegern und weil der Prüfkopf so ultra kompakt ist passt er selbst auf Roboterlanzen in engsten Innenräumen.

00:06:11: auch schwierige Aluminium-Wabenstrukturen für Triebwerke lassen sich so trocken prüfen.

00:06:15: Für kleine Stückzahlen oder mobile Einsätze direkt am Flugzeug gibt es den auf einen Kobot montiertem Lea-Bott.

00:06:21: Besonders stark im MMO Bereich also Wartung und Reparatur ist dabei die Pulsecometode Und da sie einseitig funktioniert liefert sie präzise tiefen Informationen.

00:06:30: Der Prüfer sieht also Millimeter genau, in welcher Schicht eine Delamination liegt was entscheidend für die Reparatur ist.

00:06:36: Die Software liefert am Ende vollautomatisch reproduzierbare Skendaten und Prüfberechte.

00:06:43: Sie fragen Expertenantworten.

00:06:45: Im Quality Forum greifen wir heute ein Thema auf, das vermutlich vielen von Ihnen im Prüfmittelmanagement unter den Nägeln brennt.

00:06:51: Ein Kollege aus der Community hat uns dazu eine Frage gestellt, die an aktuelles Problem vieler Betriebe betrifft.

00:06:56: Die DAX-Kalibrierungen sind in den letzten Jahren nämlich spürbar teurer geworden.

00:07:00: Wir haben schon vor zwei Wochen über die Problematik und die Reformversuche bei der DAX gesprochen.

00:07:04: Bis dahin lautet aber die Frage Wie lässt sich dieser Aufwand wirtschaftlicher gestallt?

00:07:09: Der Fragesteller schlägt vor, speziell bei komplexen Geräten nur die tatsächlich genutzten Prüfmerkmale Messgrößen und Bereiche kalibrieren zu lassen.

00:07:17: Ist das zulässig?

00:07:18: Die Antwort unseres Experten Hartmut Ide?

00:07:21: Ja, das geht!

00:07:21: Die ISO-Messergebnisse schaffen dort, wo sie vertrauen in die Messergebnüsse schaffen soll.

00:07:26: Und auch laut IRTF muss die Prüfprozesseignung für die im Produktionslenkungsplan festgelegten Prüffungen verifiziert werden.

00:07:34: Andernfalls müsste man ja auch die Briefwaage oder das Bürothermometer DAX kalibrieren und das macht dem QM Alltag.

00:07:40: natürlich niemand, weil sie nicht produktrelevant sind.

00:07:42: Aber Achtung ein wichtiger Praxishinweis!

00:07:45: Das letzte Wort haben immer der Kunde oder der Zertifizierungsauditor.

00:07:50: Man sollte dieses Vorgehen deshalb unbedingt vorab mit den Kunden abstimmen und sich sein OK holen.

00:07:55: Denk diese Freigabe im Audit vor, kann und darf es eigentlich keine Abweichung geben selbst wenn der Auditor die Sache eigentlich anders sieht.

00:08:02: Sichern sie sich hier also vorher ab!

00:08:03: Und bevor wir für heute zum Ende kommen haben wir wie gewohnt noch einen Veranstaltungstipp für Ihre Kalenderplanung Und zwar das Praxisforum für Umweltbeauftragte am neunzwanzigsten und dreißigsten September in Dortmund.

00:08:14: Referenten aus der Wirtschaft, der Rechtsprechung und den Ministerien geben während dieser zweitigen Veranstaltung einen topaktuellen Überblick über Neuerungen und künftige Herausforderungen im Umweltrecht.

00:08:24: Egal ob Emissionsschutz, Störfall oder Gewässerschutz beauftragten – Das Praxisforum bringt sie rechtlich auf den neuesten Stand!

00:08:36: Abonnieren Sie uns und lassen uns eine Bewertung da.

00:08:38: Und wir hören uns beim nächsten

00:08:50: Mal!

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